#146 - 10 bis 20 % mehr E-Commerce-Umsatz durch stationäre Filialen! Thalia‘s Erfolgsgeschichte

Thalia ist nicht nur Deutschlands größter Buchhändler, sondern auch ein Paradebeispiel für gelebten Omnichannel-Handel. Im Gespräch erklärt Director Customer und Commerce Hendrik Müller, wie Thalia Amazon Marktanteile abnimmt, die Gen Z über BookTok zurückgewinnt und mit dem neuen Konzept "Spielzeit" in den Spielzeugmarkt expandiert. Ein Blick hinter die Kulissen eines Unternehmens, das zeigt, wie stationärer Handel und E-Commerce sich gegenseitig verstärken.

Tatsächlich sind wir schon stolz darauf, dass wir den Markt auch ausperformt haben und selbst gegenüber Amazon eben nicht nur Marktanteile zurückgewonnen haben, sondern eben auch wirklich Marktführer sind im deutschen Markt. Was ist das Geheimnis? Ich glaube, es liegt tatsächlich in einem sehr ehrlichen und sehr strukturierten Omnichannel-Ansatz. Für uns ist das aber halt eben irgendwo nicht nur ein Wort, was geschrieben steht, sondern wir leben das tatsächlich.

Hendrik Müller Director Customer & Commerce | P&L-Owner | Driving Growth & Omnichannel Transformation Thalia

Amazon die Stirn bieten: Wie Thalia zum Marktführer wurde

Der deutsche Buchmarkt galt lange als Opfer der Digitalisierung. Kleine Buchhandlungen schlossen, Online-Riesen übernahmen und die Prognosen waren düster. Mitten in diesem Umfeld hat Thalia nicht nur überlebt, sondern sich an die Spitze gesetzt. Im Gespräch mit Joubin Rahimi bei insights! gibt Hendrik Müller, Director Customer und Commerce bei Thalia, Einblicke in eine Strategie, die vielen als unmöglich galt.

Was Thalia von der Konkurrenz unterscheidet, ist kein einzelner genialer Schachzug, sondern konsequente Arbeit an einem echten Omnichannel-Modell. Während viele Händler Omnichannel als Buzzword auf Konferenzfolien schreiben, hat Thalia das Konzept in jeden Kundenkontaktpunkt integriert. Click & Collect, Click & Reserve, Locker-Abholung vor der Buchhandlung: Der Kunde entscheidet, wie, wann und wo er kauft.

Jede neue Filiale ist ein Umsatz-Booster für den Online-Shop

Eine der überraschendsten Erkenntnisse aus dem Gespräch: Stationäre Präsenz und E-Commerce-Wachstum bedingen sich gegenseitig. Hendrik Müller bestätigt, dass jede neue Buchhandlung den Online-Umsatz in der jeweiligen Region um 10 bis 20 Prozent steigert. Für E-Commerce-Verantwortliche ist das eine bemerkenswerte Erkenntnis, denn sie widerspricht dem gängigen Narrativ, dass stationär und online in direkter Konkurrenz zueinander stehen.

Die Logik dahinter ist einfach, aber kraftvoll: Wer den Kunden in beiden Kanälen erreicht, steigert den Share of Wallet. Cross-Selling, Upselling und Mehrwertservices werden möglich, sobald die Kundenbeziehung über einen einzigen Kanal hinausgeht. Thalia kombiniert dafür algorithmische Empfehlungen mit der Erfahrung und dem Wissen echter Buchhändler und bringt diese Kompetenz auch in die digitale Welt.

Was den Thalia-Omnichannel-Ansatz auszeichnet:

  • Click & Collect mit wahlweise persönlicher Beratung oder Locker-Abholung
  • Digitalisierung der Buchhändlerkompetenz für den Online-Kanal
  • Steigerung des Share of Wallet durch Mehrkanal-Kundenbindung
  • Aufenthaltsqualität in den Filialen als Treiber für Markenaffiniät

BookTok und die unerwartete Rückkehr der Gen Z in den Buchhandel

Jahrelang galt die Altersgruppe zwischen 14 und 29 als verloren für den stationären Buchhandel. Digital aufgewachsen, immer online, kaum in der Innenstadt. Doch dann kam BookTok. Die Bewegung auf TikTok, bei der junge Menschen Bücher empfehlen, besprechen und feiern, hat eine neue Dynamik im Buchmarkt ausgelöst. Und Thalia hat schnell verstanden, wie man diese digitale Energie in reale Umsätze übersetzt.

Farbschnitte, signierte Editionen, limitierte Auflagen: Diese Produkte sind für die BookTok-Generation das, was früher Erstausgaben für Sammler waren. Thalia hat in seinen Filialen Social-Media-Cubes aufgestellt, in denen Kunden ihren Einkauf direkt für ihre Community fotografieren und teilen können. Das Ergebnis ist ein Kreislauf aus digitaler Inspiration und analogem Kauf, der sich selbst verstärkt. Die vermeintlich digitale Zielgruppe kauft gedruckte Bücher und zwar am liebsten stationär.

Book Circle: Wenn Community-Building mehr ist als ein Marketing-Kanal

Thalia belässt es nicht beim Reaktiven. Mit "Book Circle" baut das Unternehmen eine eigene Community auf, die digitale und analoge Elemente verbindet. Pilotprojekte in Hamburg haben gezeigt, dass die Kombination aus Online-Community, Filial-Events und Merch funktioniert. Der Zuspruch war laut Hendrik Müller "unfassbar". Die Strategie dahinter ist klar: Thalia will den gesamten Lebenszyklus eines Lesers abdecken. Von der Inspiration über den Kauf bis zum Austausch mit Gleichgesinnten. Alles in einem Ökosystem, angetrieben durch die Thalia App. Und dieses Ökosystem wächst, weil es auf echten Bedürfnissen basiert und nicht auf künstlich erzeugter Nachfrage.

Spielzeit: Thalias mutigste Wette seit Jahren

Während klassische Spielzeughändler aus den Innenstädten verschwinden, geht Thalia in die Gegenrichtung. Unter dem Namen "Spielzeit" hat das Unternehmen in Lüdenscheid den ersten dedizierten Spielwaren-Store eröffnet, 40 weitere sind in Planung. Die Idee: Buch und Spielzeug gehören zusammen, weil Kinder nicht zwischen Lesen und Spielen unterscheiden.

Besonders clever ist das Geschenkbox-Konzept für Kindergeburtstage. Ein Kind stellt eine Wunschbox zusammen, und die eingeladenen Gäste wählen daraus ihre Geschenke. Einfach, charmant und ein echtes Kundenerlebnis, das online so nicht reproduzierbar ist. Thalia überträgt damit seinen bewährten Omnichannel-Ansatz inklusive Click & Collect, Scan & Go und digitaler Beratungstools auf ein komplett neues Sortiment.

Warum Spielzeit strategisch Sinn ergibt:

  • Natürliche Ergänzung zum bestehenden Kinderbuch-Sortiment
  • Füllung einer Lücke in den Innenstädten durch den Rückzug klassischer Spielzeughändler
  • Erlebnis-Stores mit Workshops, Kreativ-Tagen und Spieletests
  • Übertragung der bewährten Omnichannel-Services auf Spielwaren

Was Digital-Entscheider von Thalia lernen können

Thalias Erfolgsgeschichte ist kein Zufall und keine Anomalie. Sie ist das Ergebnis einer Haltung, die Omnichannel nicht als Projekt, sondern als Unternehmens-DNA versteht. Für Digital-Entscheider, E-Commerce-Leiter und Marketing-Verantwortliche liefert das Beispiel Thalia drei zentrale Impulse: Erstens, stationär und digital verstärken sich gegenseitig, wenn man den Kunden konsequent in den Mittelpunkt stellt. Zweitens, Trends wie BookTok sind keine Strohfeuer, wenn man sie strategisch in das eigene Geschäftsmodell integriert. Und drittens, Expansion in angrenzende Sortimente funktioniert, wenn die Kernkompetenz stimmt.

Hendrik Müller hat es im Gespräch auf den Punkt gebracht: Es geht nicht darum, Kunden mehr Geld aus der Tasche zu ziehen. Es geht darum, sie mit Mehrwertservices, guter Beratung und echten Erlebnissen zu beglücken. Wer das schafft, muss sich vor keinem Online-Riesen fürchten.

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Hier ist der Inhalt:

Joubin Rahimi

Grandios, dass ihr wieder dabei seid zu einer neuen Folge von insights! Mein Name ist Joubin, Joubin Rahimi und heute mit Hendrik Müller von Thalia. Hi Hendrik.

 

Hendrik Müller

Hallo Joubin.

 

Joubin Rahimi

Es ist mir ein richtiges Fest, dass du dabei bist, weil ich bin Thalia Fanboy. Erzähle ich auch gleich warum. Aber vielleicht magst du zwei, drei Sätze zu dir, deiner Rolle sagen und dann steigen wir ins Thema ein.

 

Hendrik Müller

Ja, total gerne. Also erstmal vielen Dank, dass ich hier sein darf. Total schöne Möglichkeit. Ich bin bei Thalia Director Customer und Commerce, halt eben insbesondere für das E Commerce Geschäft verantwortlich. Alles rund um den Sales Kanal, alles rund um das digitale Marketing, auch Loyalty und Social Media gehört halt eben dazu. Parallel auch für das digitale Produkt, also unsere Softwareentwicklung, die wir bei uns betreiben, für alle digitalen Touchpoints, aber auch für die Omnichannel Services. Und relativ neu ist halt eben auch noch der Service, weil der Service auch immer mehr zum Verkaufskanal wird und immer tiefer auch in die Wertschöpfungskette reingeht. Das ist jetzt auch mein neuestes Hobby, was ich habe, das auch noch mit zu verantworten, mit zu entwickeln.

 

Joubin Rahimi

Und ich freue mich richtig bei Thalia, weil alle, die so ein bisschen die Historie der synaigy mitbekommen haben. Einer unserer ersten Kunden war die WBG. Also es war ein Verein, eigentlich total schön ein Verein, um Bücher, die ja während der Nazizeit verbrannt worden sind, dann wieder zu drucken. Aber die Menschen haben gesagt: Ich will das Buch haben und haben sich tausend zusammengeschossen und wurde es ja gedruckt. Ich fand ein sehr schöner Gedanke dazu war einer unserer ersten Kunden und unsere Kinder lieben Thalia. Die sind Kölner und die lieben auch den Remscheider Thalia. Das ist ganz anders. Kölner, die sind auch locker eine Stunde drin und die gehen, also wir sagen, die dürfen alle Bücher haben, die sie haben wollen. Wir kaufen immer Bücher, nie Taschengeld und die lieben das, gehen immer mit ein, zwei Büchern raus.

 

Hendrik Müller

Genau das ist das Ziel, was wir halt eben auch haben. Also letzten Endes kann man das an Kindern auch gut festmachen. Bei dir haben wir dann Volltreffer gelandet, weil jedes Kind, was an Thalia vorbeigeht, soll nicht vorbeigehen, sondern soll auf jeden Fall in die Buchhandlung kommen. Dafür machen wir halt eben genau viel, dass wir Aufenthaltsqualität schaffen, dass wir Lese und Lernecken haben, dass wir auch viele Kooperationen versuchen mit Schulen und co aufzubauen. Dieses Lesen auch gerade bei Kindern auch spielerisch gerne im Zusammenhang mit Spielzeug einfach wieder hochzuheben und genau das ist das, was wir schaffen wollen. Stationäre Aufenthaltsqualität und ich glaube Köln hier am Neumarkt ist da tatsächlich ein sehr, sehr gutes Beispiel dafür.

 

Joubin Rahimi

und das ist ja gar nicht einfach. Mit Amazon hat sich ja ganz viel verändert im Buchmarkt. Die ganzen Buchläden sind wegdiffundiert und ihr nicht. Ihr habt es online geschafft und stationär geschafft. Was ist euer Geheimnis gewesen? Weil jetzt die Welt verändert sich ja so schnell. Aber was ist euer Geheimnis gewesen?

 

Hendrik Müller

Tatsächlich sind wir schon stolz darauf, dass wir den Markt auch ausperformt haben und selbst gegenüber Amazon eben nicht nur Marktanteile zurückgewonnen haben, son eben auch wirklich Marktführer sind im deutschen Markt. Was ist das Geheimnis? Ich glaube, es liegt tatsächlich in einem sehr ehrlichen und sehr strukturierten Omnichannel Ansatz. Das heißt, dass viele das halt immer recht kritisch sehen für uns ist das aber halt eben irgendwo nicht nur ein Wort, was geschrieben steht, sondern wir leben das tatsächlich und das siehst du halt immer bei Service wie der Filialabholung, Click & Collect, wo wir es dem Kunden freistellen, ob er Click & Reserve machen will und vielleicht eher noch den Plausch mit dem Mitarbeiter haben möchte beim Abholen oder wenn er auf der anderen Seite eher der Suchkunde, der Zielkunde ist, der abholen will, eben auch die Möglichkeit zu geben, dieses Buch letzten Endes über einen Locker abzuholen, der vor der Buchhandlung steht. Das sind so unterschiedliche Modelle, die wir da eben sehen und letzten Endes geht es für uns auch darum, diese Buchhändlerkompetenz, also nicht einfach nur algorithmische Verknüpfungen, sondern gleichzeitig eben auch intellektuelle Verknüpfung, Erfahrungsverknüpfung von unseren Buchhändlern auch zu digitalisieren und das dann halt eben auch wieder unseren digitalen Kunden.

 

Joubin Rahimi

Nehmen wir mal die Kölner Filiale, die mit dem Café und den Räumen, den Aufenthaltsräumen oder hast nicht Aufenthaltsräume genannt?

 

Hendrik Müller

Das sind keine Aufenthaltsräume, sondern Flächen, die auch zum Verweilen anregen.

 

Joubin Rahimi

Könnt ihr oder habt ihr es gemessen, wie das auch Omnichannel einzahlt? Also sind dann die Kölner Affiner bei Thalia auch online zu kaufen?

 

Hendrik Müller

Ist tatsächlich eine ganz spannende Frage.

 

Joubin Rahimi

Es wäre zu messen.

 

Hendrik Müller

Wie gesagt, man könnte ja sagen, die Wahrheit liegt für einen E Commerce Verantwortlichen nur im Digitalen. Das ist tatsächlich anders ist genau halt eben Anders. Jede Öffnung, die wir irgendwo haben, jede neue Buchhandlung, die wir haben, hebt halt eben auch automatisch meinen E Commerce Umsatz in der Region um. Das kann man ruhig sagen, halt eben mehr als 10, knapp weniger als 20 Prozent. Das ist halt eben schon mal ein einfaches einfach Setup, was ich halt eben habe. Und dadurch, dass wir, und das bei uns tatsächlich auch kein geflügeltes Wort, das Thema Omnichannel halt eben, sobald wir den Kunden halt eben auch in beiden Kanälen spielen, schaffen wir es häufig, Share of Wallet zu steigern, ein Cross Selling, Upselling irgendwo noch hinzubekommen, den Kunden also letzten Endes auch nicht nur mehr Geld aus der Tasche zu ziehen, sondern eben auch mit Mehrwertservices und mit guten Preisen, mit guter Beratung halt eben auch zu beglücken. Das ist zumindest das Ziel.

 

Joubin Rahimi

Und du hattest vorhin auch von der Community gesprochen, das ist ja kein Wort, also nicht nur ein Wort, sondern ihr habt ja einen ganz anderen Auftrag. Also führ uns daran. Ich will nicht das wiedergeben, was ich gerade gelernt habe, das kannst du viel besser sagen.

 

Hendrik Müller

Das, was wir gesehen haben, ist, dass ein Social Media Kanal uns eine neue Zielgruppe zurückgegeben hat, wo wir uns lange Jahre die Zähne ausgebissen haben. Also genau Diese Zielgruppe zwischen 12, 14 bis 29 war halt eben wirklich ganz, ganz schwer zu tacklen. Und TikTok, Booktalk, Booktok hat es tatsächlich geschafft, da so viel Bewegung reinzubringen und auch diese digitale Welt, das haben wir dann halt eben geschafft, das auch ins Analoge zu übersetzen. Sprich, diese vermeintlich digitale Zielgruppe kauft analoge, also gedruckte Bücher und das am liebsten auch stationär. Für uns halt eben ein Riesenthema und Community letzten Endes heißt aber ja füri

 

Joubin Rahimi

ich hake da nochmal ein, meine Kinder lesen keine Bücher digital.

 

Hendrik Müller

Keine digital.

 

Joubin Rahimi

Ja, das ist absolut Bücher rein physisch.

 

Hendrik Müller

Und da gibt es ja die schönen Farbschnitte mittlerweile oder die signierten Bücher oder ähnliches. Das sind für uns halt eben wirklich Raritäten, die halt eben auch eine extrem hohe Nachfrage haben. Also ich weiß nicht, ob das kennst, aber diese Farbschnitte möglicherweise deine Kinder stehen da auch drauf. Das ist tatsächlich dann der heiße Scheiß. Da gehen die halt eben wirklich gerne für in die Stadt, verbringen halt eben mehrere Stunden in der Buchhandlung und auch noch mal gesagt, die Social Media Cubes, die wir zum Beispiel auch in Köln eben stehen haben, werden dann halt eben auch genutzt, um halt eben ihren Kauf, den man gerade getätigt hat, halt eben auch mit der eigenen Fanbase irgendwo zu teilen. Also für uns ist das eben ein totaler Win Win. Und um einmal auf die Community zurückzukommen, wir spielen das natürlich auch stark über die externen Communities, brauchen wir uns nicht viel vormachen, aber genau das ist das Ziel, den Kunden auch zu uns zu holen, letzten Endes von der Inspiration über den Kauf, über den Nutzen, Lesen, Hören, alles bei uns in der Thalia App zu haben. Und auf der anderen Seite mit Book Circle bauen wir gerade eine Community auf. Wir haben schon viel pilotiert, auch im vorletzten Jahr eben schon mal in Hamburg eine kleine Community aufgebaut, immer in der Kombination digital und analog, also auch Events in der Filiale durchgeführt mit Merch, diese ganze Community regional irgendwie angefüttert. Und der Zuspruch, der war unfassbar. Also wir haben solche Zuläufe in dieser Zeit gehabt, sicherlich immer für ein Genre, was dann eben gerade in dem Moment auch trendet. Aber das ist für uns sicherlich eines der Ziele der Zukunft, eine eigene Community zu haben, aufzubauen und letzten Endes unsere Leserinnen und Leser in dieser Community auch in den Austausch zu bringen.

 

Joubin Rahimi

Die bauen hier gerade ab. Und ihr geht ja, das ist ja die jüngere Zielgruppe, die ihr adressiert, also gar nicht mal die Älteren, wo man sagt, die lesen so oder so, die sind es gewohnt, ihr adressiert ja die Jüngeren und die Wette geht auf, habe ich das Gefühl, so wie du es formulierst. Jetzt habt ihr ja noch eine neue Wette drauf, also Spielzeuge, also die Erfahrung, unsere Kinder sind ja gleich alt und wenn dann halt irgendwie andere Geburtstag haben, wo gehen sie denn hin, um Spielzeuge zu kaufen, wenn es nicht online ist? Weil es gibt ja kaum noch Läden überhaupt irgendwo in der Innenstadt.

 

Hendrik Müller

Und das ist, glaube ich, das große Problem. Gerade im Spielzeugbereich ist es so, dass ganz viele Händler halt eben aus der Innenstadt verschwinden. Und genau da wollen wir hingehen. Wir sehen halt eben eine super Symbiose zwischen dem Buch Kinderbuch und auf der anderen Seite dem Spielzeug. Und genau das wollen wir noch stärker zusammendenken, diese beiden Sortimente und haben deswegen ja die Spielzeit auch begründet. Das erste Geschäft hat schon eröffnet in Lüdenscheid und 40 weitere Geschäfte jetzt im Umbau befinden sich in den nächsten Monaten und Jahren, dass wir die halt eben auch umbauen und letzten Endes geht es genau wie du es gerade sagst, auch um Faszination, auch um genau dieses Online und Offline Denken, das Omnichannel Denken, das halt eben auch für Spielzeug greifbar zu machen. Und der Erfolg bisher gibt uns auf jeden Fall recht, eine Aufenthaltsqualität auch da zu schaffen. Wir sehen viele faszinierte Augen bei den Kindern, viele Kinder, die gerne zu uns kommen und auf der anderen Seite dann aber auch eine gute Kompetenz fürs nächste richtige Geschenk. Das kann ich vielleicht auch noch sagen. Die Geschenkboxen, ich weiß nicht, ob du die kennst. Ein Kind hat Kindergeburtstag und letzten Endes wird so eine Geschenkbox halt eben erstellen und die eingeladenen Gäste kommen mal eben und selektieren sich die einzelnen Artikel raus. Funktioniert mega, muss man wirklich sagen. Funktioniert riesig. Tolle Geschichte.

 

Joubin Rahimi

Spielzeit richtet sich ja nicht an die Eltern, sondern eigentlich an die Kinder. Eltern auch.

 

Hendrik Müller

Ja, in der Tat ist Fokus bei Spielzeit eher auf die Kinder. Das ist in der Tat richtig und

 

Joubin Rahimi

das ist doch mega smart. Also ich überlege, die Kinder unterscheiden doch nicht zwischen ich spiele oder ich lese. Die haben Spaß und das ist dann egal ob Spiel oder lesen oder es ist dann ich lese was und spiele dann die Sachen.

 

Hendrik Müller

Und diese Kreativität aus Lesen lässt sich häufig auch gut ins Spiel halt eben übersetzen. Wenn wir das halt eben einfach nur schaffen, dass wir vielleicht auch eine gute, wertvolle Alternative zum Zocken einer PlayStation oder sonstiges anbieten können, dann haben wir tatsächlich viel geschafft

 

Joubin Rahimi

und das ist auch, glaube ich, für die Zuhörer, ich will es noch mal rauspicken, an diese Zielgruppe zu denken und zu denken, wie diese Zielgruppe denkt. Das ein Hammer gutes Beispiel dafür.

 

Hendrik Müller

Danke.

 

Joubin Rahimi

Ja, wir beobachten das weiter. Ich glaube, das wird hier noch gleich wilder mit dem Abbau und ich will einladen, dass wir einmal noch mal in Ruhe einen zweiten Take machen, wenn du Zeit und Lust hast. Ich glaube, da können wir viel tiefer eintauchen.

 

Hendrik Müller

Das machen wir gerne.

 

Joubin Rahimi

Danke für die Zeit und dann erstmal viel Erfolg mit Spielzeit und allen anderen, was ihr macht.

 

Hendrik Müller

Dankeschön.

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Joubin Rahimi
Managing Partner synaigy GmbH

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